Der Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert hat sich für schärfere
Gesetze gegen Spam-Mails ausgesprochen. Wenn Werbe- oder Infomails an
geschäftliche Adressen versandt würden, müsse dafür die Einwilligung
des Empfängers notwendig sein, so Weichert.
"Ich bekomme als Datenschützer jeden möglichen Schrott aus dem Bereich
Datensicherheit. Als Privatperson dürfte mir das nicht zugesandt
werden", sagte Weichert. All die Mails müssten gesichtet werden. "Es
ist ein Verlust an Arbeitszeit. Es ist eine Belästigung". Im
geschäftlichen Bereich wird eine mutmaßliche Einwilligung in den
Empfang der Mails unterstellt. Dafür reiche eine Nähe zur
geschäftlichen Tätigkeit aus. Um E-Mail-Empfänger besser davor zu
schützen, müsse das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb verschärft
werden.
Der Datenschützer verlangte außerdem, dass man Werbung sowie Info-Mails
möglichst mit einem einfachen Klick abbestellen kann. Auch der
Branchenverband Bitkom sieht laut Welt Handlungsbedarf. Entscheidend
sei, dass man auf Wunsch schnell aus solchen Verteilern genommen wird,
sagte der Bereichsleiter Medienpolitik, Guido Brinkel, der Zeitung.
Quelle: Heise
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